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«Tschetschenien als Denk-, Empfindungs- und Handlungsmuster breitet sich aus
wie ein
Krebsgeschwür, infiziert alle Schichten der Gesellschaft und verursacht eine
Tragödie von gesamtnationalem Ausmaß.»
Anna Politkovskaja
Lipkhan Basajewa, geboren 1949, ist Philologin, ehemalige Dozentin an der
Univer-sität von Grosny, Mutter von vier Kindern, Mitarbeiterin im
Aussenministerium unter Präsident Aslan Maschadow, Gründerin und Vorsitzende
der «Union tschetschenischer Frauen» sowie weiterer humanitärer
Einrichtungen. Im ersten tschetschenischen Krieg (19941996) organisierte
sie Friedensmärsche in Grosny und arbeitete mit dem Komitee der russischen
Soldatenmütter zusammen. Während des zweiten Krieges floh sie mit ihrer
Familie nach Inguschetien. Sie ist Mitarbeiterin der
Menschenrechtsorganisation Memorial und dokumentiert Greueltaten an der
tschetschenischen Bevölkerung. Sie berichtet regelmässig in Europa vor
Parlamenten und dem Europarat in Strassbourg über die Situation in
Tschetschenien.
Ihre Berichte werden untermal mit Lesungen aus dem neusten Buch von Anna
Politkovskaja «Tschetschenien Die Wahrheit über den Krieg», 2003. Das Buch
ist eine Art dokumentarischer Appell an das Weltgewissen, ein J'accuse. Es
berichtet vom Schicksal der Menschen in Tschetschenien, von den Opfern des
Krieges, aus deren Perspektive sie berichtet. Genau das macht ihren Bericht
wohl zu dem bisher besten und eindringlichsten Buch über Tschetschenien.
Datum/Zeit: Mittwoch, 9. April 2003, 19.30 Uhr
Ort: Alten Kantonsschule Aarau, Bahnhofstrasse 91
Eintritt: Fr. 20./Fr. 10. ermässigt
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