„Humanität heisst Helfen“

Arthur Bills Leben ist ein Beispiel gelebter Solidarität. "Humanität heisst helfen", titelte treffend ein Portrait über den langjährigen Leiter des Pestalozzi-Kinderdorfes in Trogen (AR), der sich zum Credo machte: "Wenn Du Dich in Deinem Leben der Sorge junger Menschen annimmst, kommst Du mit Deinen eigenen Sorgen besser zurecht." Angefangen hat der 1916 in Wabern bei Bern geborene Arthur Bill als junger Lehrer im bernischen Schuldienst. Während des 2. Weltkrieges liess er sich zum Militärpiloten ausbilden und wurde später Oberst im Generalstab. 1947 stellte er sich, zusammen mit seiner Frau Berta, dem im Aufbau befindlichen Kinderdorf für europäische Kriegswaisen in Trogen als Lehrer und Hausvater zur Verfügung eine Aufgabe, die er als Kinderdorfleiter rund ein Vierteljahrhundert mit grösster Hingabe versah. Daneben übernahm er auch internationale UNO-Missionen: 1961 in Korea und 1967, nach dem Sechstagekrieg, im Nahen Osten. 1972 erfolgte seine Berufung zum Delegierten des Bundesrates für Katastrophenhilfe im Ausland. Er baute das Schweizerische Freiwilligenkorps auf und leitete dessen erste Einsätze. Zudem war er bis 1981 Chef der Abteilung für humanitäre Hilfe der Direktion für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe (heute DEZA). Arthur Bill erhielt eine grosse Anzahl von internationalen Preisen und Auszeichnungen für seinen Einsatz für die Menschenrechte. Dieses Jahr erschien seine sehr lesenswerte Autobiographie "Helfer unterwegs. Geschichten eines Landschulmeisters, Kinderdorfleiters und Katastrophenhelfers".

Datum/Zeit: Donnerstag, 28. November 2002, 19.30 Uhr
Ort: Aula der Alten Kantonsschule Aarau, Bahnhofstrasse 91
Eintritt: Fr. 20./Fr. 10. ermässigt

 
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