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Hedwig Brenner - "Von Czernowitz nach Haifa"
Vor «Eine versunkene Stadt, eine versunkene Welt», so beschrieb die grosse Lyrikerin Rose Ausländer jene Stadt, aus der sie und Paul Celan kamen. Czernowitz, heute in der Ukraine gelegen, war bis in die dreissiger Jahre eine Kulturmetropole der Bukowina mit buntem Völkergemisch aus Deutschen, Österreichern, Rumänen, Polen, Ungarn, Russen, davon die Hälfte Juden. Hier wurde Hedwig Brenner 1918 in einer jüdischen Familie geboren, als die Stadt noch zur k.u.k.-Monarchie gehörte. Die Erzählungen ihrer Grossmutter und Mutter bewahrten die Erinnerung an die goldene Zeit. Die Heranwachsende erlebte während der Zwischenkriegszeit die rumänische Besetzung. 1938 musste sie ihr Kunstgeschichtsstudium in Wien nach dem „Anschluss“ Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland abbrechen. Mit dem Überfall der Wehrmacht 1941 fand sie sich im Ghetto ihrer Heimatstadt und wurde Zeugin der Deportationen in die Vernichtungslager. Das Schreckliche kaum überlebt, wurde die Stadt nach dem Krieg sowjetisch besetzt und später Teil des kommunistischen Rumänien, in dem der grausame Geheimdienst Securitate herrschte.
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