Ursula Brunner - "Die Geschichte der Bananenfrauen oder: Wie entsteht Fair trade"

Die Weltbevölkerung gab im vergangenen Jahr knappe vier Millionen Franken für Produkte aus fairem Handel. Das waren 47 Prozent mehr als im Jahr 2007. Ursula Brunner ist an diesem Erfolg beteiligt. Wenige, aber vielseitig begabte Frauen sammelten sich in den siebziger Jahren um die Pfarrfrau Ursula Brunner. Mit Film- und Informationsveranstaltungen gingen sie auf die Strasse, um den Menschen zu zeigen, dass wir für Produkte aus der Dritten Welt zu wenig bezahlen. Die Banane diente als Beispiel. „Das Denken hat uns zum Erkennen geholfen, das Erkennen hat uns zum Handeln getrieben“, so beschreibt Brunner den Anfang ihrer Bewegung. Als „Bananenfrauen“ von Frauenfeld entwickelten sie weltumspannende Aktivitäten. Schritt für Schritt arbeiteten sie sich in die Zusammenhänge der Weltwirtschaft und des Welthandels ein.
Ursula Brunner kam in die Politik hinein und wurde im Thurgau Kantonsrätin. Zusammen mit ihren Mitstreiterinnen gründete sie die „Arbeitsgemeinschaft gerechter Bananenhandel Gebana“. Von 1985 bis 1997 brachten sie Bananen aus Nicaragua und Costa Rica mit einem Solidaritätsaufpreis auf den Markt - die ersten fairen Bananen. 1998 gründeten die Vorstandmitglieder ein Handelsunternehmen, um den Markt sozial und ökologisch beeinflussen zu können. Die 84-Jährige ist auch heute noch aktiv: „Der faire Handel ist ein Prozess. Wir dürfen die Hände nicht in den Schoss legen“.
Ursula Brunner hat die Geschichte ihrer Bewegung in der Publikation „Bananenfrauen“ (Huber Verlag Frauenfeld) festgehalten.

Datum/Zeit: Montag, 9. März 2009, 19.30 Uhr
Ort: Aula der Alten Kantonsschule, Bahnhofstrasse 91, Aarau
Eintritt: Fr. 15.-/ Fr. 10.- ermässigt

 
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