Barbara Ekwall - "Das Recht auf Ernährung - Mit Recht gegen Hunger"

In unserer Welt werden genügend Nahrungsmittel produziert, um die ganze Menschheit zu ernähren, dennoch sind wir Zeugen dessen, dass 854 Millionen Menschen unter chronischem Hunger leiden, dass alle sechs Sekunden ein Kind an Mangelernährung stirbt und alle vier Minuten ein Mensch wegen Vitamin A-Mangel erblindet. All das geschieht auf einem Planeten, der vor Reichtum überquillt. Jean Ziegler, UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Ernährung, bezeichnet diese Situation als „stillen Genozid.“
Die steigende Zahl von Hungernden zeigt, dass herkömmliche Ansätze der Hungerbekämpfung versagt haben. Das Recht auf Ernährung ist ein Menschenrecht. Mit der Stärkung und Umsetzung dieses Menschenrechts auf Ernährung sollen die tiefen politischen und sozialen Ursachen von Hunger angegangen werden.
Der Vortrag wird das Menschenrecht auf Ernährung näher erläutern, dessen Bedeutung für die Hungerbekämpfung darlegen und die ersten Erfahrungen bei der Umsetzung der Leitlinien zum Recht auf Nahrung der FAO vorstellen. Ein Wandel ist möglich. Er beginnt mit der Einsicht in breiten Kreisen der Gesellschaft, dass Hunger nicht akzeptabel ist. Das Recht auf Ernährung ist keine Utopie, es kann verwirklicht werden.
Barbara Ekwall-Uebelhart ist Leiterin der Einheit „Recht auf Ernährung“ der Ernährungs und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in Rom. Vor ihrem Einsatz in Rom war Frau Ekwall in der (DEZA) im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten in Bern tätig. Als Generalsekretärin des Schweizer Fonds zugunsten bedürftiger Opfer von Holocaust/Shoa nahm Frau Ekwall von 1997 bis 2003 eine wichtige humanitäre Aufgabe auf einem politisch sensiblen Gebiet wahr.

Datum/Zeit: Donnerstag, 15. Mai 2008, 20.00 Uhr
Ort: Aula der Alten Kantonsschule, Bahnhofstrasse 91, Aarau
Eintritt: Fr. 15.-/ Fr. 10.- ermässigt

 
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