Daniele Ganser - "Der globalisierte Kampf ums Erdöl"

Peak Oil ist der Schlüsselbegriff in der Diskussion im Erdölbereich. Den Ausdruck kennt heute fast noch keiner, aber er wird künftig zu unserem Alltagsvokabular gehören, meint Daniele Ganser, Historiker und Friedensforscher. Mit Peak Oil ist nicht das Ende, sondern die Halbzeit der Erdölförderung gemeint. Danach beginnt die Erdölkrise. Die Analytiker sind sich uneinig, wie weit die Produktion von Öl noch gesteigert werden kann. Die Schweiz ist stark von Erdöl abhängig. Mit 57 Prozent ist es der wichtigste Energieträger. Wasserkraft hat lediglich einen Anteil von 14 Prozent, Gas 12 Prozent und die Atomkraftenergie
10 Prozent. Aber über Öl wird kaum eine Diskussion geführt.
Daniele Ganser möchte die Debatte um Erdöl in die Öffentlichkeit tragen. Als Friedensforscher ist es jedoch sein grösstes Anliegen, die Kriege zu hinterfragen. Die USA im Irak, die Nato in Afghanistan, die Chinesen im Sudan – das sind für Daniele Ganser, reine Ressourcen-Kriege.
Dr. Daniele Ganser ist Schweizer Historiker, spezialisiert auf Zeitgeschichte seit 1945 und Internationale Politik. Seine Forschungsschwerpunkte sind Friedensforschung, Geostrategie, verdeckte Kriegsführung, Ressourcenkämpfe und Wirtschaftspolitik. Er unterrichtet am Historischen Seminar der Universität Basel und forscht zum Peak Oil. Zahlreiche Publikationen wurden zu den genannten Themen von ihm veröffentlicht. Soeben ist sein Buch Nato – Geheimarmeen in Europa. Inszenierter Terror und verdeckte Kriegsführung im Orell Füssli Verlag erschienen. www.histsem.unibas.ch/peakoil.

Datum/Zeit: Montag, 31. März 2008, 19.30 Uhr
Ort: Aula der Alten Kantonsschule, Bahnhofstrasse 91, Aarau
Eintritt: Fr. 15.-/ Fr. 10.- ermässigt

 
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