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© Mittelland Zeitung /09.03.2006 Aarau
Doping in der DDR Aarau. Vortrag Ines Geipel im Forum für Zeitzeugen Mit der Öffnung der Stasiakten kam ein unglaublicher Umfang von Doping-Massnahmen im DDR-Sport ans Tageslicht. Die (Spät-)Folgen für die unwissenden Opfer sind fatal: Herzschäden, Unfruchtbarkeit, jahrelange Depressionen, latente Magersucht, Krebs, ja sogar die Geburt von behinderten Kindern. Kurz vor Ablauf der Verjährungsfrist im Jahre 2000 kam es in Berlin zum grössten Dopingprozess in der Geschichte Deutschlands. Angeklagt wurden zwei prominente Spitzenfunktionäre des DDR-Sports wegen «Beihilfe zur Körperverletzung in 142 Fällen»: Sport-Chef und ZK-Mitglied Manfred Ewald («Ich bin der Sport») und sein oberster Mediziner Manfred Höppner. Erstmals traten während des Prozesses eine Reihe von ehemaligen Spitzensportlerinnen als Opfer und Nebenklägerinnen ins öffentliche Rampenlicht. Eine von ihnen war Ines Geipel, die Anfang der 80er-Jahre als Startläuferin zur 4x100-m-Nationalstaffel der DDR gehörte. 1960 in Dresden geboren, war sie sechs Jahre lang im Hochleistungssport aktiv. Heute ist Ines Geipel Professorin an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst und Verfasserin sowie Herausgeberin verschiedener literarischer Werke. (ap) Vortrag in der Aula der Alten Kantonsschule Aarau, Bahnhofstrasse 91. Freitag, 17. März, 19.30 Uhr.
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