Alexander Goeb: "Kambodscha, ein geschundenes Land"

Kambodscha: Ein fernes Land. Ein fremdes Land. Ein finsteres. korruptes Land. Aber auch ein Land des Lächelns. Während der Gewaltherrschaft der Roten Khmer zwischen 1975 und 1979 fanden fast zwei Millionen Menschen den Tod. Alle Reichtümer, jegliche Kultur, alles, was der Fleiss und die Intelligenz der Khmer hervorgebracht hatte, die Schönheiten des Landes, das historische Erbe, fielen der Vernichtung anheim. Einzig die Ruinen von Angkor wurden verschont. Noch immer wird Kambodscha beherrscht von Apathie, Misstrauen und Trauer.
Vor fast vier Jahren wurde ein internationales Tribunal eingerichtet, das kürzlich das erste Urteil gegen den ehemaligen Leiter des berüchtigten Foltergefängnisses in Phnom Penh, Kaing Guek Eav, sprach. Obwohl das Urteil wegen des Strafmasses kritisiert wird, habe das Verfahren, laut Experten, zur Aufarbeitung der Khmer-Verbrechen eine reinigende Wirkung auf die Gesellschaft Kambodschas. Erstmals fand eine befreiende Debatte und Auseinandersetzung mit der Vergangenheit statt.
Alexander Goeb, 1940 in Frankfurt geboren, Redaktor, Autor und freier Reporter u.a. für die NZZ und die Frankfurter Rundschau, bereiste 1979 erstmals Kambodscha. Weitere Reisen folgten. Dabei entstanden jeweils Radiofeatures für verschiedene Rundfunksender. 2007 erschien das Buch: „Kambodscha – Reisen in einem traumatisierten Land“. Jahrzehnte war Goeb für die ARD in den Krisenregionen der Welt unterwegs, im Nahen Osten,
auf dem Balkan und in Osteuropa.
Er wurde für seine Reportagen mit namhaften Preisen ausgezeichnet, so u.a. mit dem Geisendörfer-Preis und dem Egon-Erwin-Kisch-Preis.

Datum/Zeit: Dienstag, 31. August 2010, 19.30 Uhr
Ort: Aula der Alten Kantonsschule, Bahnhofstrasse 91, Aarau
Eintritt: Fr. 15.-/ Fr. 10.- ermässigt

 
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