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Leonhard
Grimmer: "Minen – die heimtückische Geissel der Menschheit"
Minen gehören
zu den hinterhältigsten Waffen, die man sich vorstellen kann. «Vergessene»
Landminen unterscheiden auch Jahre später nicht zwischen einem
Panzer, einem Kind oder einer Ziege. Die Angst vor ihnen lähmt
das Leben. Ehemals fruchtbares Acker- und Weideland liegt brach, ganze
Gebiete sind in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung gebremst.
In den heutigen Kriegen werden Minen willkürlich und ohne bestimmbares
Muster verlegt. Sie werden weder markiert, noch finden in den betroffenen
Gegenden nach Kriegsende fachgerechte Räumungen statt. Stattdessen
bleiben die oft nur handtellergrossen explosiven Scheiben als unsichtbare
Bedrohung zurück.
Die Folge: tagtägliche Opfer, insbesondere Frauen und Kinder. Wer
eine Explosion überlebt, ist meist für den Rest seines Lebens
schwer behindert und traumatisiert.
Seit 1997 verbietet das Ottawa-Abkommen die Herstellung, den Handel,
die Lagerung und den Einsatz von Personenminen. Trotzdem werden neue,
noch perfektere Minen produziert.
Leonhard Grimmer, dipl. Ingenieuer FH Maschinentechnik, Oberstlt a.D.
und Stiftungsrat der Stiftung Mine-Ex befasst sich seit 1996 mit der
Problematik. Er war im Jahre 2001 in Kambodscha und begegnete dort Minenopfern
und Helfern.
Aspekte seines Vortrages werden sein: Was bewirken Minen in den Jahren
nach dem Krieg in kriegsversehrten Ländern? Warum sind Minen so
verbreitet? Welches sind militärische Einsatzformen? Was sind die
wirtschaftlichen Folgen für verminte Gebiete und für die von
Minen verletzten Menschen? Wie können verminte Gebiete entmint
werden? Welche weiteren völkerrechtlichen Schritte sind für
das Verbot und die Ächtung der Minen nötig? Was muss geschehen,
für eine minenfreie Welt?
Datum/Zeit: Donnerstag, 25. November 2004, 19.30 Uhr
Ort: Aula der Alten Kantonsschule Aarau, Bahnhofstrasse 91
Eintritt: Fr. 20.–/Fr. 10.– ermässigt
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