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Eva-Maria Hobiger: "Die verstrahlten Kinder von Basra -
Eine Wiener Ärztin im Einsatz für irakische Kinder"
Wieviele Tote hat der «schnelle Krieg» im Irak tatsächlich gefordert? Die Anzahl der Opfer ist umstritten. Verifizierbart sind laut iraqbodycount etwa 35.000 zivile Opfer der Kampfhandlungen. Schätzungen zufolge sind inzwischen noch einmal so viele Menschen durch Anschläge ums Leben gekommen. Aber nicht nur durch Terror, miserable Zustände in den Spitälern und verunreinigtes Trinkwasser sterben die Menschen, sondern auch an den Folgen radioaktiver Verstrahlung.
Die Krebsrate ist nach dem Krieg im ganzen Land in die Höhe geschnellt. Während im Jahr 1990 fünfzehn Kinder der Region Basra an Leukämie erkrankten, waren es im Jahr 2003 über 190. Heute sind es weit über 200 Fälle. Vom Sanktionsrecht geschwächt und durch die Spuren des anhaltenden Krieges gezeichnet ist die Situation schlechter denn je. Die US Regierung gab zu, bereits 1991 im Südirak 375 Tonnen mit Uran versehene Munition (Depleted Uranium) eingesetzt zu haben.
Eva-Maria Hobiger, Fachärztin für Strahlentherapie und Begründerin der Hilfsorganisation Aladins Wunderlampe, betreut seit Jahren krebskranke Kinder in Basra im Südirak. Mehrmals jährlich bereist sie die Region. Von der Politik missbraucht und von der Welt vergessen, sind diese Kinder jahrelang einen unspektakulären und qualvollen Tod gestorben. Überleben konnte keines, während in Mitteleuropa bis zu 90% der leukämiekranken Kinder geheilt werden. Für ihr humanitäres Engagement wurde Frau Hobiger 2003 vom ZDF zur Frau des Jahres gewählt.
Frau Dr. Hobiger wird über die aktuelle Situation im Irak, die humanitäre Lage und ihre medizinische Unterstützung in Basra sprechen. Eingeleitet wird der Vortrag mit verschiedenen Filmausschnitten.
Datum/Zeit: Donnerstag, 24. August 2006, 19.30 Uhr
Ort: Aula der Alten Kantonsschule Aarau, Bahnhofstrasse 91
Eintritt: Fr. 15.-/ Fr. 10.- ermässigt
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