Reuven Moskovitz - "Der lange Weg zum Frieden"

Am 15. Mai 2007 jährte sich die Nakba (arab. = Katastrophe) zum 59. Mal. Mit Nakba ist die Massenvertreibung der Menschen aus Palästina durch den neu gegründeten Staat Israel gemeint. Eine endlose Folge blutiger Aufstände und Kriege begann. Die UNO fordert in vielen Resolutionen den Rückzug Israels. Vergeblich.
Ein Kämpfer gegen diese Besatzung und für den Frieden ist Reuven Moskovitz. Seit fast 40 Jahren warnt er vor der Gefahr des eskalierenden Terrors und Gegenterrors im Nahen Osten. Er wirft der israelischen Regierung die Verletzung von Menschen- und Völkerrecht vor. Vertreibungen und Strafaktionen hätten das Leben der Palästinenser in eine Hölle verwandelt.
Reuven Moskovitz wurde 1928 in dem Schtetl Frumsiaca im Norden Rumäniens geboren. Trotz Verfolgung und Vertreibung überlebte er den Holocaust und wanderte 1947 nach Palästina ein. Er studierte Geschichte und hebräische Literatur in Tel Aviv und Jerusalem und promovierte 1974 in Berlin. Von Anfang an engagierte er sich in der israelischen Friedensbewegung und wurde nach dem Sechstagekrieg 1967 Sekretär der neu entstandenen Bewegung «Für Frieden und Sicherheit», die sich u.a. gegen die Annexion der besetzten Gebiete und für eine sofortige Lösung des Flüchtlingsproblems einsetzte. Als Mitbegründer des 1972 gegründeten Friedensdorfes NeveShalom/ Wahat al Salam in Israel lebte er selber dort. Reuven Moskovitz ist Preisträger des Mount Sion Award 2001 und des Aachener Friedenspreises 2003. Sein 1996 erschienenes Buch «Der lange Weg zum Frieden – Deutschland-Israel-Palästina» ist bereits in der 5. Auflage erschienen.

Datum/Zeit: Dienstag, 12. Juni 2007, 19.30 Uhr
Ort: Aula der Alten Kantonsschule Aarau, Bahnhofstrasse 91
Eintritt: Fr. 15.-/ Fr. 10.- ermässigt


 
© Forum für Zeit-Zeugen 2003 | designd by crabb