" Diplomatie im Dienste der Menschlichkeit "

Die Präsidenten des Internationalen Roten Kreuzes prägen das Bild dieser so renommierten Organisation wesentlich. Dies gilt besonders für Cornelio Sommaruga. Zwischen 1987 und 1999, in einer Zeit der Turbulenzen, Katastrophen und Kriege, stand er dem IKRK vor. Gegen alle Widerstände hat er in dieser Zeit die Idee Henri Dunants, Freund und Feind zu helfen, Leid zu lindern und die Verletzten, ungeachtet ihrer Nationalität, zu pflegen, hochgehalten. Als neutraler Vermittler zwischen den Parteien ist er dabei zu einem Symbol der Menschlichkeit geworden.
1932 in Rom, als Bürger von Lugano, geboren, studierte er Jura und promovierte in Zürich. Nach einer kurzen Banktätigkeit trat er 1960 in den Bundesdienst ein. Den Haag, Bonn/Köln, Rom und Genf waren Stationen seiner dipomatischen Karriere. Es folgten Jahre als Botschaftsrat, stellvertretender Chef der Schweizer Delegation bei der EFTA, UNCTAD, UNO und dem GATT, bevollmächtigter Minister beim Bundesamt für Aussenwirtschaft, Botschafter und Staatssekretär für Außenwirtschaft.
Als Präsident des IKRK war Sommaruga die geeignete Persönlichkeit, um klar zu machen, dass das Internationale Rote Kreuz in der Weltpolitik die zentrale Instanz für die Wahrung der Menschlichkeit im Krieg ist. Ständig besuchte er die Schauplätze der menschlichen Dramen und Tragödien in der ganzen Welt und versuchte Not und Leid zu lindern, indem er mit den Staatsmännern dieser Zeit verhandelte. Dass das Internationale Komitee vom Roten Kreuz heute einen derart hohen Stellenwert hat, ist wesentlich ihm als Präsident des IKRK zu verdanken.

Datum/Zeit: Donnerstag, 25. August 2005, 19.30 Uhr
Ort: Kultur & Kongresshaus Aarau, Schlossplatz 9
Eintritt: Fr. 20.­/Fr. 10.­ ermässigt

 
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