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Ungarn 1956 in Aarau - Ungarnhilfe an der Alten Kantonsschule
Ungarn 1956: Aufstand, Revolution, Freiheitskampf. In den 19 Tagen vom 23. Oktober bis zum 11. November vor 50 Jahren ereignete sich in Ungarn, was später als das «Stalingrad des Kommunismus» bezeichnet werden sollte ¬– der Anfang des langen Niedergangs des Sowjetkommunismus. Die brutale Niederschlagung der Freiheitsbewegung durch sowjetische Panzer löste die Flucht von 200.000 Ungarn aus, 14.000 von ihnen kamen in die Schweiz. In der Schweizer Bevölkerung wurde dem ungarischen Freiheitskampf grosse Beachtung geschenkt. Sammelaktionen brachten Berge von Kleidern und Hilfsmitteln zusammen, provisorische Wohnräume wurden über Nacht erstellt, Menschen von der Strasse aufgenommen und die Aargauer Fremdenpolizei engagierte sich bei der Koordinierung von Hilfsleistungen.
Ein Ort der Hilfe war die Alte Kantonsschule Aarau. Zehn junge Ungarn wurden in Deutschkursen unterrichtet, zwei von ihnen schlossen die Schule mit einem Diplom ab. Eine davon war Ilona Kucschera, die heute in Suhr lebt. Ihre damalige Deutschlehrerin, Frau Nedeczky, war selber gerade aus Ungarn geflohen und unterrichtete dreimaltäglich die Jugendlichen. Lehrer der Alten Kantonsschule wie Charly Wenger übernahmen die Patenschaften für die nicht volljährigen Schüler. Schweizer Schüler arbeiteten eine Ferienwoche, um den Verdienst der Ungarnhilfe zu spenden. Einer von ihnen war Ulrich Mauch, später selber Kantonsschullehrer in Aarau.
In Zusammenarbeit mit dem Ehemaligenverein der Alten Kantonsschule Aarau «AULA» und im Rahmen einer Aarauer Projektwoche zum Thema «Migration und Alter» soll mit Frau Kucschera, Frau Nedeczky und Herrn Mauch an jene bewegte Zeit erinnert werden. Eingeleitet wird der Abend mit einem kurzen Film. Anschliessend findet ein Apero statt.
Datum/Zeit: Donnerstag, 26. Oktober 2006, 19.30 Uhr
Ort: Aula der Alten Kantonsschule Aarau, Bahnhofstrasse 91
Eintritt: Fr. 15.-/Fr. 10.- ermässigt
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