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Anjuska Weil, Antoine Weber - "Vietnam und die Folgen von chemischen Kampfstoffen"
"Kriege enden nicht, wenn keine Bomben mehr fallen und die Kämpfe aufgehört haben.
Die Zerstörungen dauern viel länger an, in der Landschaft ebenso wie im Gedächtnis und in
den Körpern der Menschen“ (Erklärung von Stockholm, 2002). Von 1961–1971 versprühte
die US-Army mehr als 72 Millionen Liter Entlaubungsmittel zur angeblichen Enttarnung
vietnamesischer Kämpfer. Die hochgiftigen Herbizide (davon weit über die Hälfte Agent
Orange/Dioxin) entpuppten sich als Chemiewaffe mit verheerender Auswirkung. Nach
vietnamesischen Schätzungen sind von den 4,8 Millionen Menschen, die den hochgiftigen
Substanzen ausgesetzt waren, 3 Millionen kontaminiert worden. US-Veteranen und Soldaten
verbündeter Armeen sind inzwischen Kompensationen zugestanden worden. Die vietnamesischen
Opfer warten noch immer auf Gerechtigkeit. Im Januar 2004 haben vier von
ihnen mit Unterstützung der VAVA (The Vietnam Association for Victims of Agent
Orange/Dioxin) gegen 37 Herstellerfirmen von Agent Orange in New York Klage eingereicht.
Der Prozess befindet sich in der zweiten Instanz.
Anjuska Weil engagierte sich schon gegen den Vietnam-Krieg. Heute ist sie Präsidentin der
Vereinigung Schweiz-Vietnam.
Antoine Weber war fast 30 Jahre beim SRK tätig. Als IKRK-Delegierter kennt er nahezu
alle Kriegsschauplätze und Krisengebiete der Welt. Von 1971 bis 1975 war er Programmverantwortlicher
in Saigon und somit Augenzeuge des Vietnamkrieges.
Datum/Zeit: Dienstag, 28. August 2007, 19.30 Uhr
Ort: Aula der Alten Kantonsschule, Bahnhofstrasse 91, Aarau
Eintritt: Fr. 15.-/ Fr. 10.- ermässigt
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