Wei Zhang: "«Erziehung auf Chinesisch» oder: Wie viel Drill braucht ein Kind?"

Angesichts der Bestleistungen chinesischer Schüler und Schülerinnen fürchtet der Westen den Abstieg in die intellektuelle Bedeutungslosigkeit, und zusätzlich löste das kürzlich erschienene Buch von Amy Chuan, der sog. Tigermutter, eine heftige Debatte über westliche und chinesische Erziehungsmethoden aus.
Wie erzieht man nun Kinder richtig?
In China gibt es nach wie vor dafür sehr klare Vorstellungen: mit Drill und Disziplin. Nach Meinung der Referentin ist China jedoch gerade dabei, besagte Erziehungshärte zu hinterfragen und die eiserne Disziplin als kreativitätstötend zu empfinden.
Wie frei kann sich ein Kind im chinesischen Staatsapparat entwickeln?
Wie reflektiert man über Erziehung und Bildung in China?
Wie denkt und fühlt die junge Generation?
Neben Antworten auf die gestellten Fragen wird Frau Zhang eine Einführung in die kulturellen und philosophischen Hintergründe der chinesischen Erziehung geben.
Wei Zhang, 1964 in Chongqing geboren, studierte in China Anglistik. Seit 1990 lebt sie mit Ausnahme eines zweijährigen Aufenthalts in den USA in der Schweiz. Sie ist mit einem schweizerischen Sinologen verheiratet und Mutter zweier Kinder. Wei Zhang ist als Autorin, Publizistin und Übersetzerin tätig und befasst sich mit Fragen der Interkulturalität zwischen Europa und China. Ihre Erfahrungen beschreibt sie in der Publikation:
«Zwischen den Stühlen: Geschichten von Chinesinnen und Chinesen in der Schweiz»
(NZZ Libro, 2006).

Datum/Zeit: Dienstag, 4. Oktober, 19.30 Uhr
Ort: Aula der Alten Kantonsschule, Bahnhofstrasse 91, Aarau
Eintritt: Fr. 15.-/ Fr. 10.- ermässigt

 
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